Wien Energie & IKARUS / HarfangLab
Eine IKARUS Erfolgsgeschichte.
Eine IKARUS Erfolgsgeschichte.
Als einer der größten regionalen Energieversorger Österreichs versorgt Wien Energie rund zwei Millionen Menschen sowie etwa 230.000 Gewerbe- und Industrieanlagen zuverlässig mit Energie. Versorgungssicherheit und Klimaschutz stehen dabei an oberster Stelle. Mit einem Umsatz von 3.347,1 Millionen Euro und 2.424 Mitarbeiter*innen (Stand 2024) zählt das Unternehmen zu den 30 umsatzstärksten Betrieben Österreichs.
Die Energieproduktion basiert auf einem diversifizierten Mix erneuerbarer und effizienter Technologien, darunter Sonnen-, Wind- und Wasserkraft, Biomasse sowie Abfallverwertung und Kraft-Wärme-Kopplung. Die zunehmende Digitalisierung der Energieerzeugung und -verteilung erhöht jedoch gleichzeitig die Anforderungen an die Cybersecurity – insbesondere im Bereich kritischer Infrastrukturen.
Das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Energieversorgung ist für Wien Energie essenziell. Entsprechend umfasst die Sicherheitsstrategie sowohl den Schutz personenbezogener Daten als auch die Integrität und Verfügbarkeit betrieblicher Systeme und Prozessdaten.
Im Fokus stehen dabei insbesondere die Schutzziele Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit (CIA-Triade), wobei im OT-Umfeld die Verfügbarkeit oberste Priorität hat. Darüber hinaus gewinnen die Anforderungen aus NIS2 zunehmend an Bedeutung. Wien Energie verfolgt daher einen risikobasierten Ansatz, um Cyberresilienz, Nachvollziehbarkeit von Sicherheitsmaßnahmen und die Fähigkeit zur frühzeitigen Erkennung von Bedrohungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet unter anderem Netzwerksegmentierung, Härtung von Systemen sowie kontinuierliches Monitoring sicherheitsrelevanter Ereignisse.
Ein zentrales Element der Sicherheitsarchitektur ist die konsequente Trennung von IT- und OT-Systemen. Während klassische IT-Systeme zentral verwaltet werden, ist der OT-Bereich logisch und physisch segmentiert.
Die Lösung von IKARUS in Kombination mit HarfangLab wird gezielt in besonders schutzbedürftigen OT-Netzwerksegmenten eingesetzt und ergänzt dort bestehende Sicherheitsmaßnahmen.
Besonders schützenswert sind dabei die industriellen Steuerungssysteme (ICS) unserer OT.
„Die Gewährleistung und Sicherstellung der kontinuierlichen Anlagenverfügbarkeit hat oberste Priorität“, erklärt Philipp Lellek, Team Lead Cybersecurity OT.
Die Partnerschaft mit IKARUS Security Software und HarfangLab entwickelte sich im Rahmen eines strukturierten Auswahlprozesses. Wien Energie evaluierte mehrere Lösungen und Anbieter, um den spezifischen Anforderungen im OT-Umfeld gerecht zu werden.
Für Wien Energie waren dabei unabhängige und staatlich anerkannte Bewertungen ein wichtiger Faktor. Gerade im Umfeld kritischer Infrastrukturen erleichtern etablierte Zertifizierungen und Evaluierungen die Einordnung einer Lösung und schaffen zusätzliches Vertrauen in deren Leistungsfähigkeit. Positiv bewertet wurden insbesondere die ANSSI CSPN und BSI-Zertifizierung. Auch die Teilnahme an den MITRE ATT&CK Evaluations lieferte wertvolle Transparenz hinsichtlich der Erkennungs- und Analysefähigkeiten der Lösung.
Darüber hinaus spielte das Thema digitale Souveränität eine wichtige Rolle. Die vollständige europäische Ausrichtung von Entwicklung, Support und Betrieb sowie die Möglichkeit eines rein lokalen Betriebs ohne operative Abhängigkeit von Cloud-Diensten passten gut zu den Anforderungen von Wien Energie.
Die implementierte Lösung zeichnet sich durch mehrere technische Alleinstellungsmerkmale aus, die speziell auf die Anforderungen von OT-Umgebungen zugeschnitten sind:
Ein wesentliches Kriterium ist die vollständige Offline-Fähigkeit der Lösung. In isolierten Netzsegmenten ohne permanente Internetanbindung muss die Erkennung und Analyse von Bedrohungen autark funktionieren.
Darüber hinaus bietet die Lösung eine hohe Transparenz bei der Generierung von Alerts. Sicherheitsereignisse werden nicht nur gemeldet, sondern kontextualisiert und nachvollziehbar inklusive Detektion-Logik dargestellt.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Flexibilität im Incident-Response-Kontext. Die Lösung kann im Bedarfsfall schnell auf zusätzliche Systeme ausgerollt werden und wird aktiv in Sicherheitsübungen integriert. Dadurch wird sichergestellt, dass im Ernstfall eine schnelle und koordinierte Reaktion möglich ist.
Die Zusammenarbeit zwischen Wien Energie und den Partnern war von Beginn an durch eine hohe Professionalität geprägt. Bereits in der initialen Abstimmungsphase konnten Anforderungen klar definiert und effizient umgesetzt werden.
Besonders hervorzuheben sind das strukturierte Onboarding, die technische Unterstützung im laufenden Betrieb sowie die schnelle Reaktionsfähigkeit bei Anfragen. „Support, Onboarding und laufende Betreuung waren phantastisch“, hält P. Lellek fest. Die lokale Präsenz des Partners ermöglichte zudem einen engen Austausch – inklusive Vor-Ort-Terminen in Anlagen wie dem Kraftwerk Simmering und direkter Abstimmung mit dem Betriebspersonal.
Im nächsten Entwicklungsschritt liegt der Fokus auf einer noch stärkeren Automatisierung von Reaktionsmechanismen. Ziel ist es, auf Basis definierter Schwellenwerte oder Anomalien proaktiv Maßnahmen einzuleiten – etwa durch automatisierte Isolation betroffener Sprungsysteme.
Parallel dazu wird die kontinuierliche Optimierung und Feinjustierung der Erkennungslogik vorangetrieben, um die Balance zwischen Sensitivität und Präzision weiter zu verbessern.
Damit entwickelt Wien Energie seine bestehende OT-Sicherheitsarchitektur kontinuierlich weiter und stärkt ihre Resilienz gegenüber zukünftigen technologischen und regulatorischen Herausforderungen.
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Die Gefahren durch Ransomware steigen kontinuierlich an, zusätzlich befeuert durch die Corona-Pandemie. Dabei werden verschiedene Angriffsmuster beobachtet: von großflächigen Kampagnen ohne Vorauswahl der Opfersysteme bis hin zu gezielten Attacken mittels Spear-Phishing und „maßgeschneiderten“ Lösegeldforderungen. Auch die Entwicklung von Ransomware-as-a Service – einem Geschäftsmodell, das die fertige Schadsoftware als Mietobjekt anbietet – treibt Angriffe voran.
Bestmöglicher Schutz ist wichtiger denn je. Notfallpläne sind wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Sicherheitsstrategie. Lesen Sie in unserem Leitfaden die Do’s and Don’ts bei Ransomware-Attacken:
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