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5 Tipps für ein sicheres Android-Smartphone

Die Anforderungen an die Sicherheit von Mobil-Geräten steigt ständig. Über 85 Prozent der weltweiten Smartphone-Nutzer verwendeten inzwischen ein Android-System. Im Jahr 2017 wurden wieder über 3 Millionen Schadprogramme für die Android-Umgebung identifiziert. Auch Google intensiviert seine Bemühungen, um seine Nutzer besser zu schützen. Bereits über 700.000 Apps wurden 2017 dabei schon direkt von Google im App-Store vorab klassifiziert und beseitigt. Hier einige Tipps, wie Sie grundsätzlich die Sicherheit auf Ihrem mobilen Begleiter verbessern können:

 

  1. Achten Sie genau darauf, welche App Sie installieren
    Das Phänomen der „Copycats“ war der häufigste auftretende Grund für den Verweis aus dem Google App-Store. Das Vortäuschen einer bekannten, weit verbreiteten App trat über 250.000 mal auf. Meistens wird sogar das originale Bild verwendet und nur die Beschreibung leicht angepasst oder verändert, um ahnungslose Benutzer zu täuschen und zur Installation zu verleiten.
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  3. Installieren Sie keine Apps von „unbekannter Herkunft“
    Android hat ein bereits recht gutes Sicherheitssystem eingebaut. Falls hier Malware über Nachrichten oder Browser verbreitet wird und sich selbst installieren möchte, ist trotzdem oft noch eine zusätzliche Zustimmung des Benutzers nötig. Falls also so eine Abfrage kommt, empfiehlt es sich auf jeden Fall misstrauisch zu bleiben und unbedingt abzulehnen.
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  5. Die oben aufgeführten Zahlen zeigen, dass es noch immer möglich ist das Schadsoftware sich auch über den legitimen App-Store verbreiten kann.
    Es empfiehlt sich daher die Verwendung einer eigenen Sicherheits-Software, wie z.B. IKARUS mobile.security. Mit dieser Zusatzsoftware sollten mögliche Trojaner, Viren und andere Schädlinge rechtzeitig erkannt werden und das Smartphone sowie den Nutzer weiter vor der Auswirkung von bösartiger Malware schützen.

     

  6. Installieren Sie Updates für ihr Smartphone zeitnah
    Hier zeigt sich einer der Schwachpunkte im Android-Universum: Nicht alle Hersteller bieten langfristig und aktuelle Software-Updates für die eigenen Geräte an. Sind hier jedoch Sicherheitsaktualisierungen verfügbar, sollten diese auch so zeitnah als möglich eingespielt werden. Mögliche Alternativen sind zukünftig bei der Auswahl des Smartphones bereits auf einen Hersteller zu setzen, der seine Geräte verlässlich mit Updates versorgt. Seitens Google gibt es das Programm „Android One“, welches zumindest für die entsprechenden Geräte 3 Jahre lang rasche Sicherheitsupdates verspricht.
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  8. Basis-Zugriffschutz auf ihr Smartphone einrichten und verwenden
    Nicht nur mit der Datenschutzverordnung ab Mai 2018 wird die Realisierung aktueller technischer Massnahmen zum Schutz persönlicher Daten zur Pflicht: Nichts kann leichter den Besitzer wechseln als ein mobiles Gerät – wenn auch nur kurzfristig. Hier den neugierigen Zugriff auf das Gerät nicht mit einer einfachen Basis-Sperre zu erschweren, kann schon fast als fahrlässig eingestuft werden. Ob Sie hier einen PIN, ein Muster oder auch ein Fingerabdruck verwenden, bleibt für´s erste Ihnen überlassen – wichtig ist es, die Display-Sperre einzurichten und auch zu verwenden. Es empfiehlt sich zusätzlich den Sperrbildschirm mit einer Nachricht und Notfallinformation zu versehen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

 

Auch Google arbeitet weiterhin an der kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit seines Betriebssystems Android sowie des gesamten Ökosystems. Ein neues, aktuelles Vorhaben ist das „Projekt Treble“, welches ab Android 8.0 eingeführt wird und es ermöglichen soll, unabhängig vom Hersteller in Zukunft Sicherheitsupdates für alle Nutzer zur Verfügung zu stellen. Dies ist ein richtiger und auch wichtiger Schritt für die Sicherheit des Android-Systems, denn eines ist sicher: die mobilen Endgeräte werden in unserem Alltag weiterhin an Bedeutung zunehmen.