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Kinder-sicheres Internet

Vorsorgen: Kinder-sicheres Internet

Unsere Kinder wachsen wie selbstverständlich mit Computern, Smartphones und dem Internet auf. Ebenso wie bei der Auswahl geeigneter Fernsehprogramme ist auch hier Aufgabe der Eltern, auf passende Inhalte zu achten und mögliche Gefahren zu erkennen und abzuwenden.

Tipps für das sichere Surfen für und mit Kindern bietet zum Beispiel Jugenschutz.net, u.a. mit folgenden Tipps für Eltern:

  • Surfen Sie am Anfang zusammen mit Ihrem Kind.
  • Vermitteln Sie die wichtigsten Sicherheitstipps, z. B.: Gib deine Daten nicht preis!
  • Vereinbaren Sie, was Ihr Kind im Internet tun darf und was nicht.
  • Stellen Sie den PC mit Internet-Anschluss nicht ins Kinderzimmer.
  • Sagen Sie Ihrem Kind ausdrücklich, dass es bei Problemen zu Ihnen kommen soll.
  • Aktivieren Sie Sicherheitseinstellungen und installieren Sie zusätzlich Filter.

Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich Ihr Kind an die getroffenen Vereinbarungen hält und der verwendete Computer frei von Malware ist!

Faszination Web 2.0

Sollten Sie selbst noch keinerlei Erfahrungen mit Diensten wie Facebook, YouTube, Twitter und Co gemacht haben – Ihre Kids werden dies in kürzester Zeit für Sie nachholen. Solche Plattformen ziehen Kinder magisch an: Die Gelegenheit, sich "ungestört" auf vielfältigste Weise mit anderen auszutauschen und seine eigene virtuelle Identität zu entdecken ist für Kinder spannend und nützlich – wenn sich die Kinder an ein paar einfache Regeln halten:

  • Facebook und Co. sind nicht wirklich gratis – im Gegenzug für die freie Nutzung bekommen die Dienste deine Daten. Das heißt auch, dass alles, was du likest, postest oder hochlädst, ab dem Zeitpunkt auch den Plattformen oder Zusatzdiensten gehört. 
  • Nicht jeder Link den dir Freunde oder Freunde von Freunden oder Unbekannte schicken, ist gut und ungefährlich: Viele Viren verbreiten sich darüber, dass über gehackte Facebook-Accounts Links auf präparierte Websites verschickt werden. In solchen Fällen reicht ein Klick auf den Link, um eventuell Opfer eines Computervirus zu werden. Bewahre dir immer eine gesunde Portion Hausverstand und denk daran, dass alles, was zu schön scheint, um wahr zu sein, meist weder schön noch wahr ist…
  • Auch wenn deine Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook so sind, dass nur deine Freunde sehen dürfen, was du postest, passiert es immer wieder, dass Facebook selbst diese Einstellungen ändert – oder ein Computervirus wie beispielweise Koobface diese Einstellungen automatisch so verändert, dass jeder alles sehen und lesen kann – das gilt logischerweise auch für alle Bilder oder Videos, die du uploadest! Erzähle auf Facebook oder anderen Social Networks nicht mehr, als du auch jemandem auf der Straße, der Schule, dem Spielplatz oder auf Party erzählen würdest. Überleg dir bei jedem Posting, das du machst, und bei jedem Bild, das du uploadest, ob es dich stören würde, wenn jemand anderer als deine Freunde das sehen oder lesen würde. Beachte dabei auch, dass vielleicht nicht alle Freunde von heute auch in 5 Jahren deine Freunde sein werden.

Online-Chats & Co.

Messenger, Chats und Foren werden häufig dazu missbraucht, Phising-Attacken auszuführen oder verseuchte Dateien zu verteilen. Häufig werden arglose Benutzer durch verschiedenartige Versprechungen dazu verleitet, eine bestimmte Webadresse aufzurufen, über die der Computer mit Schadprogrammen infiziert wird. 

Machen Sie Ihren Kindern daher bewusst, dass Freundschaftsanfragen von Unbekannten oft böse Absichten verbergen und immer kritisch zu hinterfragen sind! 

Kindersicherung fürs Internet

Sogenannte Kindersicherungen ermöglichen nicht nur das Festlegen bestimmter Zeiten, zu denen der Nachwuchs online darf, sondern auch das Filter von Inhalten, die angesurft werden dürfen. Die Einstellungsmöglichkeiten sind dabei flexibel – es können bestimmte Inhaltstypen verboten bzw. erlaubt werden oder auch manuell einzelne Sites ausgewählt werden. 100%-ige Sicherheit gibt es aber natürlich auch hier nicht.

Beachten Sie außerdem, dass diese Kindersicherungen keinen Schutz vor Viren, Trojanern, Spyware oder andere Attacken bieten.

  • Überprüfen Sie regelmäßig, welche Dienste von Ihren Kindern genutzt werden und welche sie gerne nutzen würden. Sie werden überrascht sein, mit welcher Vielzahl an Programmen, Diensten und Inhalten Kinder im Netz konfrontiert werden.
  • Begreifen Sie es als Chance und Herausforderung, up-to-date zu bleiben und mit Ihren Kindern im Netz zu "wachsen".
  • Achten sie auf empfohlene Alterslimits bzw. durch Nutzungsbedingungen geregelte Altersgrenzen: Die Nutzung sehr vieler beliebter Dienste ist mit einem Mindestalter verknüpft (Facebook etwa schreibt in seinen Nutzungsbedingungen ein Alter von 13 Jahren vor). 
  • Beachten Sie bitte auch, dass ein einmal infiziertes System von Angreifern möglicherweise vollständig kontrolliert werden kann. D.h. ein Angreifer kann auf diesem System etwa mit Hilfe eines Trojaners genau das Gleiche tun und veranlassen wie der Benutzer des eigentlichen PCs. Überprüfen Sie daher auch bei aktiver Kindersicherung in regelmäßigen Abständen den Rechner der Sprösslinge auf Malware-Befall.
  • Sollten Sie unsicher sein, scheuen Sie nicht davor zurück, Rat und Hilfe von Freunden oder Bekannten einzuholen, die über entsprechendes Know-how verfügen. Es ist keine Schande, um Hilfe zu fragen - immerhin geht‘s um die Sicherheit Ihrer Kinder!

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